12. UM-Meisterschaft (MOL-Cup) in Schönow (18.08.2013)

Erlebnisbericht

2013-06-09 09.05.09 - Kopie von Eckhard Kurth

Am 18.08.2013 war es für uns Radsportler soweit. Die offene 12. uckermärkische Meisterschaft, ein Jedermann-Rennen, startete in Schönow. Hier präsentierten wir unsere Radsportabteilung, erstmalig als Mannschaft des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt, bei dieser Wettfahrt. In den Jahren zuvor, waren einzelne unserer Sportfreunde bereits als Einzelstarter dort vertreten.  Wir hatten in den Vorwochen gut trainiert und waren daher optimistisch, ein gutes Ergebnis zu erreichen. Für den TSV Blau-Weiß 65 Schwedt starteten:

Sascha Gombert, Axel Dittmar, Torsten Aurich, Henry Felix und Eckhard Kurth, sowie als Gaststarter Martin Schröder und Siegmar Wollin.

Werner Ehrlich und Uwe Wetzig halfen dem veranstaltenden Schönower SV, bei der organisatorischen Abwicklung dieser Radsportveranstaltung.

Nachdem wir uns ausgiebig zwischen Jamikow und Woltersdorf warmgefahren hatten, ging es zeitig an die Startaufstellung in Schönow. Zur offiziellen Startzeit, um 10:00 Uhr, kam die überraschende Mitteilung, dass sich der Start verzögern wird. Es fehlte noch der Rettungswagen! Ohne diesen darf eine solche Veranstaltung nicht starten! Wie sich später im Verlaufe des Rennens zeigen sollte, war dies auch gut so. Am Start zur  70 km lange Strecke stand ein großes, ungeduldiges Fahrerfeld. Insgesamt 180 Starter. Gegen 10:15 Uhr erfolgte dann der „fliegende“ Start.

Kurz hinter dem Ortsausgangsschild von Schönow, kam dann die eigentliche Startlinie. Das soll die Sicherheit beim Start erhöhen und das Fahrerfeld etwas strecken, um Unfälle zu vermeiden. Soweit der Wunsch des Veranstalters. Denn bereits in Schönow gab es den ersten Sturz. Auch in Jamikow konnten nur die ersten zwei Kurven unfallfrei bewältigt werden. Dann kam die dritte Kurve. Hier verloren einige Fahrer im Gedränge die Nerven und verbremsten sich gewaltig.

Für mich (Eckhard) und auch Torsten, gab es keinerlei Möglichkeit auszuweichen. So landeten wir schon kurz nach Beginn des Rennens auf der Straße. Ich hatte nur einige kleinere Abschürfungen und mein Rad war noch fahrbereit. Deshalb versuchte ich wieder Tempo aufzunehmen und dem enteilenden Fahrerfeld nachzufahren. Eigentlich war das Rennen hier schon gelaufen. Aber bergab, Richtung Stendell, konnte man ja noch mal richtig Tempo machen.

Doch dann kam kurz vor der Welsebrücke erneut ein Massensturz a la Tour de France! Ich konnte einen nochmaligen Sturz glücklicherweise vermeiden. Aber Henry hatte es schlimm erwischt und auch Axel landete im Grün neben dem Randstreifen. Als einziger unserer Fahrer kam wohl Sascha ohne Probleme an beiden Unfallstellen vorbei.

War das Rennen durch den ersten Unfall für mich bereits gelaufen, so war es nach der zweiten Unfallstelle erst Recht vorbei. Aber aufgeben gilt nicht! Weiter! Volles Tempo! Eine gute Gruppe finden! Dies gelang mir dann auch unter größten Anstrengungen. Unsere Gruppe versuchte verbissen das Hauptfeld zu erreichen. Auf Grund der geringen Größe der Gruppe, konnten wir den Abstand aber nur kurzzeitig verringern. Da ich regelmäßig an der Führungsarbeit beteiligt war, schwanden langsam meine Kräfte. Zwischen Schmiedeberg und Günterberg musste ich dann abreißen lassen um überhaupt noch ins Ziel zu kommen. Ich fuhr mein Tempo lange allein. Dann kam ich unweit Greiffenberg an einen Gleichgesinnten. Leider hatte er an kleineren Hügeln auch so seine Probleme. Er empfand die Streckenbezeichnung „wellig“ als stark untertrieben. Egal, wir machten dennoch ein gutes Tempo.

Mit einer weiteren Gruppe, kurz vor Passow, machte es dann wieder richtig Spaß! Das Tempo erhöhte sich nochmal stark. Ein Fahrer spannte sich, fast alleine, die gesamte Zeit vor unsere kleine Gruppe. Am Berg, bei Jamikow, verließen aber auch ihn allmählich seine Kräfte. Auf der Ziellinie ließ ich ihn noch an mir vorbei fahren.  Er hatte es sich verdient, was ich ihm dann auch sagte. Das Rennen war nun vorbei. Die Platzierung war mir dabei egal. Wir trafen uns noch alle zur ausgiebigen Auswertung des Rennens. Wie sich dabei herausstellte gab es unterwegs noch weitere, zum Teil schwere Unfälle.

 

Auch wenn das diesjähriges Ergebnis nicht ganz so gut ausgefallen ist, es gibt auch in 2014 wieder ein Rennen! Dort können und werden wir wieder teilnehmen, uns neue Ziele setzen und erreichen.

Die Platzierung unserer Teilnehmer soll noch Erwähnung finden:      Sascha wurde 91., Eckhard 114., Martin 116., Siegmar 117., Axel 128., Torsten 135. und Henry 153.

 Autoren: E.Kurth/H.Felix

Bericht und Auswertung zur 12. offenen uckermärkischen Meisterschaft, des Veranstalters, dem Schönower SV Hier:

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