15. ULTRAMARATHON Schwedt-Bansin-Schwedt (21.06.2014)

Am 21.06.2014 um 4.00 Uhr in der Frühe startete zum nunmehr 15. Mal der Ultramarathon von Schwedt/O. nach Bansin und zurück. Es starteten insgesamt 10 unerschrockene Fahrer von denen bis auf einen, alle übrigen diese Tour bereits zum wiederholten Male in Angriff nahmen.

Die Wetteraussichten waren nicht so gut. Vorhergesagt war ein wind- und regenreicher Tag. Der Regen sollte aber erst am späten Nachmittag, mit unter 35 % Wahrscheinlichkeit eintreffen. Auf Grund einer Straßensperrung musste 2014 eine veränderte Streckenführung über Schönermark bei Prenzlau und über Fürstenwerder gewählt werden. Die Strecke verlängerte sich damit auf beachtliche 351 km.

Die Fahrt begann mit reichlich Gegenwind aus westlicher Richtung. Ab Fürstenwerder fuhren wird dann bis nach Woldegk auf einer Teilstrecke des Prenzlauer Hügelmarathons. Dem Namen wurde dieses Teilstück in jedem Fall gerecht, da es  wesentlich anspruchsvoller (hügeliger) war, als die übliche Strecke von Prenzlau nach Woldegk. In Friedland angekommen, gab es am Ortsausgangsschild nach 106 km die übliche 1.Rast mit einem gemeinsamem Frühstück. Auf der weiteren Fahrt hatten wir dann Seiten- und ab Anklam dann  Rückenwind. Dieser ließ aber nichts Gutes erahnen. Denn da, wo auf der Hinfahrt der Wind von hinten weht, hat man ihn auf der Rückfahrt in der Regel von vorn. Daran dachte aber in diesen Moment wohl niemand. Es galt, die bekannten Tücken der weiteren Fahrt von Anklam nach Bansin zu meistern.

Das Verkehrsaufkommen ist hier sehr hoch. Wir entschieden uns daher, zum größten Teil die vorhandenen Radwege zu nutzen. Unser Begleitfahrzeug mit Uwe Wetzig schickten wir daher voraus. Hinter der Stadt Usedom gibt es dann keine Radwege mehr, also fuhren wir ohne das Begleitfahrzeug in einer Reihe hintereinander bis nach Bansin.

SL701563

Als wir dann an der Strandpromenade um ca. 10.25 Uhr ankamen, mussten wir jedoch feststellen, dass das Begleitfahrzeug noch nicht da war. Es hatte uns verpasst und wartete noch an einer Tankstelle beim Ort Usedom auf uns!

Nach den obligatorischen Bildern unter der Uhr auf der Strandpromenade Bansin, ging es dann mit einem Teil der Gruppe zum Strand. Lutz und Eckhard nahmen noch ein erfrischendes Bad in der Ostsee. Anschließend versammelten wir uns dann bei Walters Fischhütte zum traditionellem Fischbrötchenessen.

Bei starkem Westwind und leicht bewölkt Himmel starteten wir um 12.15 Uhr unsere Heimfahrt. Wie zu erwarten, hatten wir dann auch den sehr heftigen Gegenwind. Kurz vor Friedland gab es dann den ersten kleinen Regenschauer. In Friedland um 14.45 Uhr angekommen, machten wir dann unsere 3. Rast zur besten Kaffeezeit. Es gab selbstgebackenen Kuchen und Kaffee.

Da bis dahin alles gut lief setzten wir unsere Fahrt Richtung Woldegk fort.  Wenige Kilometer später setzte dann erst leichter und dann immer heftiger werdender Regen ein. Die Fahrt war von nun an unangenehm und auch gefährlich. Einige Male sah es so aus als ob der Himmel sich lichten würde, aber es regnete danach um so stärker.

Bei Prenzlau, d.h. fast zwei Stunden später, der Regen hatte inzwischen fast aufgehört, suchten wir auf dem Gelände einer Tankstelle Zuflucht unter dem Dach einer Waschanlage. Hier konnten wir endlich unsere nassen Sachen tauschen. Wir Fahrer waren bei Temperaturen von 11°-13°C einigermaßen unterkühlt. Nach diesem kurzen außerplanmäßigen Zwischenstop setzten wir unsere Fahrt, nunmehr aber mit Sonnenschein und Wind im Rücken bis nach Schwedt/O. fort. Hier erwartete uns, in der Werkstatt der Fahrrad Fritzen, ein reichlich gedeckter Tisch mit Essen und Trinken. Diesen hatte Carmen, die Frau von Lutz Finger, liebevoll für uns vorbereitet.

Abschließend noch einen speziellen Dank an den einzigen Fahrer der nicht Mitglied des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt/O. war, Uwe Strassburg. Er nahm letztmalig 2009 an der Bansin-Fahrt teil und fuhr als „Lokomotive“ nahezu die gesamte Strecke vornweg! Hervorzuheben ist auch wieder der Fahrer unseres Begleitfahrzeuges Uwe Wetzig.

Der sportlich, technische Wert für die gefahrene Gesamtstrecke von 351 km ist die Durchschnittsgeschwindigkeit = 30,01 km/h. Teilnehmer der Tour waren:

Dietmar Werth, Wolfgang Baumüller, Sigmar Wollin, Martin Schröder, Axel Dittmar, Henry Felix, Torsten Aurich, Lutz Finger, Uwe Strassburg, Eckhard Kurth

Dietmar Werth war mit 71 (!!!) Jahren der älteste Teilnehmer und zeigte mit seiner Leistung, dass man auch noch in diesem Alter zu solch einer außergewöhnlichen Leistungen fähig sein kann.

 Autor: E. Kurth/H. Felix

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.